Unbekannt

Warten & Suchen

Ich warte.
auf den nächsten Tag.
Darauf, dass alles wird,
wie es war.

Und ich warte,
auf nächste Woche.
Darauf, dass das Leben auf Play schaltet.
Los geht’s!

Ich warte.
Auf was, kann ich dir nicht sagen.
Vielleicht, aufs Normale?
Wie damals im Sommer 19,
als die Hitze uns überrollte,
wir schlapp im Schatten lagen
und klagten, wie heiß es sei.

Ich warte.
will die neue Realität akzeptieren,
mich damit arrangieren,
dass ich nicht weiß,
was morgen sein wird.

Ich warte.
Wie damals,
im Flugzeug nach Skandinavien,
als der Motorschaden,
mich daran hinderte weiterzuziehen.
und ich den Abend am Flughafen verbrachte.

Kennt ihr das?
Wenn man nicht weiß,
ob man bleiben oder gehen soll.
Sich gefangen fühlt,
in Täglich grüßt das Murmeltier.
Aber ohne Murmeltier.
In der immer gleichen Stadt,
am immer gleichen Ort.

Ich suche.
Das Glück im Unglück.
Kostbare Augenblicke.
Um sie im Marmeladeglas aufzubewahren,
sie sicher zu verstauen.
Denn es ist so leicht,
sich im Moment zu verlieren.
Alle mit Pessimismus zu bombardieren.

Ich suche, ja was suche ich?
Die Welt ist schwarz – und grau?
Das gibt es nicht mehr.
Schwarz ist keine Farbe,
sondern ein Zustand.
Schwarz ist JETZT!
Schwarz ist real.
Schmerz ist da.

Ich suche.
Nach Farbe, in all ihren Schattierungen.
Mein Leben?
Das ist, was ich damit mache.
Glück liegt im Auge des Betrachters.

Ich suche
den Sinn im Unsinn.
Das Oben im Unten.
Das Hoch im Tief.

Ich suche
die Konstante in der Achterbahn des Lebens,
die Ruhe im Sturm,
die Sonne im Regen.

Es kommt und geht in Wellen,
singt Dean Lewis.
Das Licht am anderen Ende des Tunnels lässt sich nicht einfangen,
aber es ist da.
Verharrt.
Zeigt uns, dass es weitergeht.

Wann warst du das letzte Mal glücklich?
War es damals, als du spontan weggefahren bist,
übers Wochenende ans Meer?
Oder gestern, als du den Gipfel des Berges bestiegen
und realisiert hast, wie wenig es braucht um sich frei und unbeschwert zu fühlen?

Der Malstrom der Zeit geht nicht spurlos vorbei,
er glättet die Kanten und nimmt die Schärfe.
Im fernen Morgen wird der Schmerz von heute
so fern sein, wie ein Traum.

Weißt du noch, damals,
als alles anders war,
wir gewartet und gesucht haben,
werden wir sagen und einander in den Arm nehmen.

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